Bider & Tanner

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Kenny und der Drache

ab 8 J.

Kenny und der Drache

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Verlag/Label

ISBN/EAN: 978-3-570-13815-1

ISBN10: 3-570-13815-1

Erscheinungsjahr: 2010

Artikel-Nr.: 7632643

Einbandart / Setinhalt: Gebunden

Produkttyp: Buch

Sprache: deutsch (ger)

Warengruppe: 7 - 11 Jahre

Thema / Genre: Mehr Drachen # Kinder-/Jugendliteratur

Letztes Update: 05.02.2012 19:30:47

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Kenny und der Drache

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detailBlurb

Kenny und der Drache

ab 8 J.

Kleiner Hase - große Freundschaft
Kenny Kaninchen führt ein beschauliches Leben auf dem Lande - bis er eines Tages Freundschaft mit dem Drachen Grahame schließt. Der ist alles andere als ein feuerspeiendes Ungeheuer. Vielmehr liebt das schöngeistige Drachentier mit der Lesebrille auf der Schnauze gutes Essen, Schachspiel, Gedichte schreiben und - Bücher! Genau wie Kenny. Doch das wissen die anderen Dorfbewohner natürlich nicht, und deshalb wollen sie den Drachen beseitigen! Das soll ausgerechnet Kennys bester Freund übernehmen: Georg, der pensionierte Ritter und Drachentöter. Kenny muss die bevorstehende Katastrophe unbedingt verhindern - und greift zu einer List ...
. Von Tony DiTerlizzi, dem gefeierten Illustrator der "Spiderwick Geheimnisse"
. Eine märchenhafte Freundschaftsgeschichte voller Witz und Spannung
. Moderner Klassiker nach einer Vorlage von Kenneth Grahame

Leseprobe

Ehe ich es vergesse ...Vor vielen Jahren ... Moment, ich weiß, was du denkst. Du glaubst, ein Buch über einen Drachen müsste mit »es war einmal« anfangen. Doch dieses nicht, weil ich ehrlich gesagt nicht weiß, was dieses »es war einmal« bedeuten soll. Also, ich war einmal im Zirkus, das war nett. Außerdem war ich einmal ein Ritter auf einem Pferd im Galopp, aber das ist eine andere Geschichte.Deshalb erlaube ich mir, dieses Buch so anzufangen:Es war auf einem Bauernhof in einer Stadt, die ein wenig westlich von deiner Heimatstadt liegt. An einem Mittwoch vor vielen Jahren wollte sich dort die Kaninchenfamilie, der Bauer mit seiner Frau und seinem Sohn Kenneth, gerade hinsetzen, um zu Abend zu essen.Nun klingt Kenneth Kaninchen sehr steif für ein Kind, oder was meinst du? Kein Schulfreund würde sagen: »Kenneth, kannst du mir mal den Bleistift leihen?« Ach was, der Schulfreund würde fragen: »Ken« oder »Kenny, kannst du mir mal den Bleistift leihen?« Und garantiert würde unser Kenny nicht mal merken, wenn der Junge ihn einfach von seinem Pult klauen würde, weil Kenny, wie du noch sehen wirst, seine Nase ständig in einem Buch stecken hatte.Kenny las liebend gerne Bücher über die verschiedensten Sachen: Naturwissenschaften, Kriminalfälle, Geschichte, ja sogar Märchen. In der Tat waren Märchen und Naturkunde sogar seine beiden Lieblings -gebiete, und er fand, dass ihre Bedeutung für unsere reale Welt gleich groß sei.Es ist also nicht sonderlich überraschend, dass er gern zur Schule ging. Er stellte immer schlaue Fragen, machte seine Hausaufgaben (inklusive Fußnoten und Literaturverzeichnis) und hatte verschiedene großartige Ideen, was er wohl werden wollte, wenn er groß war.An einem Tag wollte er Astronaut werden und Außerirdische von einem fernen Planeten treffen. Am nächsten Tag beschloss er, lieber Forscher zu werden und lebendige Dinosaurier zu entdecken, oder er würde ein U-Boot erfinden, das in der Tiefsee nach versunkenen Städten suchte. Jeden Tag überlegte er sich etwas Neues.»Wie viel Fantasie dieses Kind hat!«, sagte seine Englischlehrerin immer wieder.»Seine Treffsicherheit bei der Bestimmung von Tieren und Pflanzen ist beeindruckend«, sagte sein Biologielehrer zum wiederholten Mal. »Kenny Kaninchen? Der hat einen Vogel«, sagten seine Mitschüler.In gewisser Weise hatten sie recht, denn ihr müsst wissen, dass Kenny genau wie sie auf einem Bauernhof groß wurde. Seine Eltern waren Bauern, wie Generationen vor ihnen, die Gemüse zogen und Vieh hielten. Deshalb kamen seine Eltern wie die meisten ihrer Nachbarn gar nicht dazu, Bücher zu lesen - sie waren die ganze Zeit mit der Arbeit auf dem Bauernhof beschäftigt.»Man kann Getreide nicht mit einem Buch einbringen«, sagte seine Mutter.»Kein Buch der Welt bringt die Schafe in der Abenddämmerung zu -rück«, sagte sein Vater.Auch wenn sie andere Interessen hatten als Kenny, so gaben sich seine Eltern alle Mühe, ihren Sohn zu unterstützen, wo immer es ging. Das fing damit an, dass sie sich jeden Abend beim Essen seine langatmigen Theorien zu diesem oder jenem Thema anhörten.»Wisst ihr was«, sagte Kenny zum Beispiel, »gleich fängt es an zu regnen, weil kalte Luft und warme Luft oben in der Atmosphäre zu sammenstoßen. Daraus entsteht der Donner, der die Feuchtigkeit in den Schäfchenwolken dazu bringt, zur Erde zu fallen.«»Ich dachte, es fängt an zu regnen, weil sich die Kühe hinlegen«, würde sein Vater wahrscheinlich antworten.Und die meisten Leute in seiner Stadt wären ganz derselben Meinung.Moment mal ... wie hieß die Stadt noch gleich? Das habe ich doch nicht etwa vergessen? Es war irgendwo am Wasser, wenn ich mich recht erinnere.Brückendorf? Nein, das liegt weiter nördlich ... Wiesenquelle? Das ist es auch nicht; aber es war ein Ort an einem Fluss oder Bach .Rundbach? Ja, das ist es! Die Stadt war irgendwie kreisförmig angelegt, und der Bach lief mitten hindurch.Also gut, in dieser kleinen ländlichen Stadt namens Rundbach lebte Kenny mit seinen Eltern. Dort ging er zur Schule, erledigte seine Aufgaben auf dem Bauernhof und verbrachte die restliche Zeit mit Lesen. Und genau dabei erwischen wir ihn am Anfang unserer Geschichte. Eine teuflische LandplageJennys Vater stürmte keuchend in die Küche. Seine Ohren zuckten. Es war Abendbrotzeit, und Kennys Mutter kochte das Lieblingsessen der Familie, eine dicke Maissuppe. Der schwere, süße Duft der Suppe wurde durcheinandergewirbelt, als der Bauer in der Küche hin und her lief.»Packt alles zusammen! Wir müssen hier raus! Wir ziehen um!«, rief Kennys Vater aufgeregt. Er war ein sehniger Bursche mit üppigem Haar, trug einen breitkrempigen Hut und rang nun nach Luft, als wäre er gerannt.»Umziehen? Aber doch nicht jetzt, mein Guter«, antwortete Kennys Mutter. »Der Mais kocht noch gar nicht, die Brühe ist längst nicht so weit, und ich muss zudem erst Kennys Hose flicken.«Kennys Vater fing sich, ging zum Herd, stippte einen Finger in den Topf und musste zugeben, dass die Suppe noch nicht fertig war.»Nimmst du wohl deine schmutzigen Pfoten aus meiner Suppe! Wasch dir die Hände, trink ein Glas Milch und erzähl uns in aller Ruhe, was los ist.« Sie würzte die Suppe mit ein wenig gemahlenem Pfeffer. Im Gegensatz zu Kennys Vater war seine Mutter weich, mollig und einladend kuschelig. Sie schien ständig eine Schürze zu tragen und einen Kochlöffel in der Hand zu haben.Kennys Vater tat, wie ihm befohlen. Dann strich er sich die Ohren glatt und begann zu erzählen:»Heute Nachmittag kam mir etwas vor Augen, von dem ich wünschte, ich hätte es nie gesehen. Ich wollte die Herde vom Hirtenhügel, wo sie fast den ganzen Tag gegrast hatte, nach Hause treiben. Kaum bin ich oben angekommen, entdecke ich die Schafe zusammengedrängt und mucksmäuschenstill am anderen Ende der Kuppe. Ich überlege und überlege, was sie da wohl wollen, und laufe auf sie zu, auf die andere Seite, wisst ihr, dahin, wo die Steine und Felsen sind?«»Mm-hmm. Hier, probier mal. Besser?«»Oh ja, viel besser. Also, dann ...«»Einen Moment, Schatz. Kenneth! Komm her und deck den Tisch!«Die Holzdielen knarrten, als Kenny in die Küche schlurfte, mit der Nase in einem Buch.

Kritik

"Die Geschichte lebt durch ihre Einheit von Wort und Bild und erstrahlt in einem ganz besonderen erzählerischen Glanz, der für alle von 8 bis 80 ein paar schöne Lesestunden garantiert."

Diesen Artikel gibt es auch als...

Kenny und der Drache

DiTerlizzi, Tony

Kenny und der Drache

ISBN/EAN: 978-3-570-22287-4

2012, cbj

Taschenbuch, Kartoniert, Paperback

CHF 8.90

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