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Das unsterbliche Gerücht

Die Frage nach Gott und die Täuschung der Moderne
BuchGebunden
264 Seiten
Deutsch
Was meinen wir heute, wenn wir »Gott« sagen? Haben wir Grund zu glauben, dass er existiert? Ist er unsere Idee oder sind wir die seine?Dass Religion Privatsache sei, gilt seit langem für ausgemacht. Dass dies ein Irrtum ist, darüber haben uns spätestens die Selbstmordattentäter belehrt. Die Frage, ob Gott solche Taten billigt oder missbilligt, ist von öffentlichem Interesse....mehr
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Informationen

KlappentextWas meinen wir heute, wenn wir »Gott« sagen? Haben wir Grund zu glauben, dass er existiert? Ist er unsere Idee oder sind wir die seine?Dass Religion Privatsache sei, gilt seit langem für ausgemacht. Dass dies ein Irrtum ist, darüber haben uns spätestens die Selbstmordattentäter belehrt. Die Frage, ob Gott solche Taten billigt oder missbilligt, ist von öffentlichem Interesse. Lassen sich Fragen nach der Existenz Gottes und nach einer eventuellen Offenbarung seines Willens rational erörtern? Und wenn ja, ist es berechtigt, sie auf sich beruhen zu lassen? Was steht dabei auf dem Spiel?Die Wahrheitsfähigkeit des Menschen - in dieser Antwort stimmt Robert Spaemann mit Friedrich Nietzsche und Richard Rorty überein. Nur mit dem Unterschied, dass diese Autoren beides leugnen, während Robert Spaemann beides, die Existenz Gottes und die Wahrheitsfähigkeit der menschlichen Vernunft verteidigt. Mit Wittgenstein hält Spaemann es für den Aberglauben der Moderne, dass uns die Naturgesetze die Welt erklären, während sie doch selbst das Erklärungsbedürftigste in der Welt sind.Robert Spaemann greift seit 50 Jahren in öffentliche Grundsatz- und Wertedebatten ein wie die atomare Bewaffnung, den Kosovokrieg, die Abtreibungs- und Euthanasiegesetzgebung, Sloterdijks Vorschläge zur Menschenzüchtung. Er greift die »europäischen Werte« in Büchern, Zeitschriften, Zeitungen und Fernsehdebatten auf und stellt sie infrage. Auch der geistigen Situation der Kirchen gilt seine Aufmerksamkeit. Immer geht es Spaemann darum, die Errungenschaften der Moderne gegen eine der Moderne innewohnende Tendenz zur Selbstaufhebung zu verteidigen.
Details
ISBN978-3-608-94452-5
ProduktartBuch
Einbandart / SetinhaltGebunden
Verlag/Label
Erscheinungsjahr2019
Erscheinungsdatum24.03.2019
Auflage8. Aufl.
Seiten264 Seiten
SpracheDeutsch
Artikel-Nr.4350702

Inhalt/Kritik

InhaltsverzeichnisVorwortDas unsterbliche GerüchtGottesbeweise nach NietzscheDeszendenz und Intelligent DesignChristentum und Philosophie der NeuzeitFunktionale Religionsbegründung und ReligionReligiöse IdentitätSollten universalistische Religionen auf Mission verzichten?Religion und ?Tatsachenwahrheit?Über einige Schwierigkeiten mit der ErbsündenlehreDie christliche Sicht des LeidensÜber die gegenwärtige Lage des ChristentumsAnmerkungenQuellennachweis
VorwortDas Gerücht, dass es Gott gebe, liegt, wo immer Menschen sind, in der Luft.
LeseprobeAber wir müssen noch einen Schritt weiter gehen. Alle Wirklichkeitsbehauptungen, alle Existenzsätze in unserer Umgangssprache sind temporaler Natur, und zwar sind sie Behauptungen über Wirklichkeit in einem emphatischen Sinne nur im Präsens. Das Vergangene und das Künftige gelten uns nicht im gleichen Sinne als wirklich wie das Gegenwärtige. - Sätze im Futurum exactum sind nur wahr,...mehr
Kritik"...souverän beherrscht Robert Spaemann auch die Kunst, sich der Macht des Zeitgenössischen zu entziehen, sogar mitten in den aktuellen Debatten, in die er sich einmischt. Diese Resistenz gegen die Zeit dürfte aus den christlichen Quellen seiner Existenz stammen, die ihm das Tor zur Tradition geöffnet haben und die er mit der ihm eigenen Diskretion in seine Philosophie zu leiten weiß."(Henning Ritter, Frankfurter Allgemeine Zeitung,...mehr

Autor

Robert Spaemann, geboren am 5. Mai 1927 in Berlin, studierte Philosophie, Romanistik und Theologie in Münster, München und Fribourg, habilitierte sich 1962 für Philosophie und Pädagogik in Münster und lehrte von 1962 bis 1992 Philosophie an der TH Stuttgart und den Universitäten Heidelberg und München, wo er 1992 emeritiert wurde.Er hatte zahlreiche Gastprofessuren inne und erhielt mehrere Ehrendoktorwürden. Träger des Karl-Jaspers-Preises 2001 der Stadt und der Universität Heidelberg.

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