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Wickelfisch

Wir amüsieren uns zu Tode

Urteilsbildung im Zeitalter der Unterhaltungsindustrie
TaschenbuchKartoniert, Paperback
206 Seiten
Deutsch
Was heißt es, wenn in Medien und Politik die Logik des Entertainment Einzug hält? Wenn unser Bild von der Welt davon bestimmt wird, welche Bilder uns die Medien zeigen? Und wenn das Zerstreuungsgeschäft an die Stelle von Erkenntnisstreben und Wahrnehmungsanstrengungen tritt? In einer Welt, die Orwells »1984« immer ähnlicher wird, ist Neil Postmans unverzichtbares Werk über die Wirkmacht der Medien wichtiger denn je....mehr
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Informationen

KlappentextWas heißt es, wenn in Medien und Politik die Logik des Entertainment Einzug hält? Wenn unser Bild von der Welt davon bestimmt wird, welche Bilder uns die Medien zeigen? Und wenn das Zerstreuungsgeschäft an die Stelle von Erkenntnisstreben und Wahrnehmungsanstrengungen tritt? In einer Welt, die Orwells »1984« immer ähnlicher wird, ist Neil Postmans unverzichtbares Werk über die Wirkmacht der Medien wichtiger denn je. Der wegweisende Klassiker über die zersetzenden Auswirkungen des Fernsehens auf die Politik und unseren gesellschaftlichen Diskurs wurde erstmals im Jahr 1985 veröffentlicht. Obwohl im 20. Jahrhundert erschienen, wird es mittlerweile als das Buch des 21. Jahrhunderts gefeiert. »Wir amüsieren uns zu Tode« ist ein prophetischer Blick auf das, was passiert, wenn Politik, Journalismus, Bildung und Religion zum Gegenstand von Unterhaltung werden. Gleichzeitig ist das Werk eine Blaupause dafür, wie wir die Herrschaft über die Medien und damit unsere Mündigkeit zurückgewinnen.»Ein brillantes, wirkmächtiges und wichtiges Buch. Postman hat eine Anklageschrift verfasst, die ... unwiderlegbar ist.« Jonathan Yardley, The Washington Post Book World»Ich kenne kein prophetischeres, durchdachteres, notwendigeres - und ja, unterhaltsameres - Buch über Medienkultur.« Victor Navasky, Gewinner des National Book Award
ZusatztextPostman diagnostiziert einen tief greifenden Wandel der US-amerikanischenKultur von einer inhalts- zu einer unterhaltungsorientierten Gesellschaft.Die Fernsehgesellschaft zeitige einen radikalen Verfall der Schriftkulturund mithin der rationalen Urteilskraft. Durch die Ablösung des wortbestimmten>>Zeitalters der Erörterung>Zeitalter des Showbusiness<<werde Erkenntnisstreben durch bloße Zerstreuung ersetzt, und zwar in jedemdenkbaren Lebensbereich. Die formalen Unterschiede zwischen Schrift- undBildmedium bestimmten auch die vermittelten Inhalte: Die Darstellung vonErfahrungen in allen gesellschaftlichen Bereichen werde statt durch dieRatio nun durch die Emotio bestimmt. Nach Postman nehmen wir die Welt nichtso wahr, wie sie ist, sondern nur in der Vermittlung über die Medien, welcheden Inhalt unserer Kultur erst erschaffen. Schnelligkeit und Kurzlebigkeitder Fernsehbilder verhindern die Reflexion der vermittelten Inhalte, weshalbdie Präsentation selbst entscheidendes Kriterium der Urteilsbildung wird.Alle gesellschaftlich relevanten Bereiche, selbst Religion und Politik,haben sich dem visuellen Diktat des Fernsehmediums unterzuordnen und lernenes sich zu Nutze zu machen, worin Postman eine Gefahr für die Demokratiesieht. Auswege aus der stetig fortschreitenden Ersetzung von Urteilskraftdurch Amüsement vermag Postman nicht aufzuzeigen. Es bleibt lediglich beidem Appell, sich kritisch mit dem Medium Fernsehen auseinander zu setzen.
Details
ISBN978-3-596-24285-6
ProduktartTaschenbuch
Einbandart / SetinhaltKartoniert, Paperback
Erscheinungsjahr2006
Auflage20. Aufl.
Seiten206 Seiten
SpracheDeutsch
Artikel-Nr.1143169
Rubriken
GenrePolitik
UntergenreZeitfragen

Autor

Neil Postman, geboren 1931 in Brooklyn, lehrt als Professor für Medienökologie an der New York University in Manhattan. Die Titel seiner Bücher "Wir amüsieren uns zu Tode" und "Keine Götter mehr - Das Ende der Erziehung" sind geradezu zu Schlagwörtern geworden.

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