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Golineh Atai: Die Wahrheit ist der Feind

Einblicke in Wladimir Putins System der Macht

Golineh Atai

Russland sucht die Konfrontation mit dem Westen
Geschichtskriege, Informationskriege, Staatsparanoia: Golineh Atai über die Neuformierung der Grossmacht im Gespräch mit Prof. Dr. Hans-Peter Schreiber.

Seit dem «Anschluss» der Krim erfindet sich Russland neu: als eine Grossmacht, die national-imperialistisch spricht und aggressiv handelt. Das sagt Golineh Atai. Sie gibt uns im Gespräch mit Hans-Peter Schreiber einen Einblick in Wladimir Putins System der Macht und über die generelle Politik Russlands. Sie zeigt in ihrem Buch die tieferen Gründe für eine Politik auf, die im Westen kaum wahrgenommen, in falsche Vergleiche herunter gebrochen oder einfach verdrängt werden.

«Wer die neue russische Politik verstehen will, muss verstehen, was die Russen über sich selbst und die Welt erzählen», so Atai. Der «Grosse Vaterländische Krieg», Josef Stalin und rechte Denker seien die Referenzgrössen, an denen Russland sich messe. Die «belagerte Festung Russland», die «faschistische Nato» oder die «kleinrussische Ukraine» folgten daraus als Selbst- und Fremdbilder. Sie führt dazu aus, Russland sehe sich im Krieg. Und Russlands Aggression existiere längst auch dort, wo es keine eindeutigen Grenzen mehr gebe: in alten und neuen globalen Medien, im Cyberspace, im Wirtschaftsraum. Golineh Atai erklärt, warum Russland die Weltordnung offen herausfordere, in einer Zeit, in der die freie Welt an der Fortdauer ebendieser Ordnung zweifle.

Golineh Atai wurde 1974 in Teheran geboren und kam mit ihren Eltern im Alter von fünf Jahren nach Deutschland. Von 2006 bis 2008 war sie für die ARD als Korrespondentin in Kairo, danach folgten verschiedene Stationen als Redakteurin und Reporterin für «Tagesschau» und «Morgenmagazin». Von 2013 bis 2018 war sie ARD-Korrespondentin in Moskau, derzeit arbeitet sie wieder von Köln aus für den WDR. Für ihre Arbeit wurde sie vielfach ausgezeichnet, u. a. als «Journalistin des Jahres 2014», mit dem Peter-Scholl-Latour-Preis sowie dem Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis.

Moderation: Prof. Dr. Hans-Peter Schreiber (Studium der Theologie und Philosophie; 1992-2001 Leiter der Fachstelle für Bioethik an der ETH Zürich. War Mitglied diverser nationaler un internationaler Ethikkommissionen.)

Eine Veranstaltung von Bider & Tanner in Kooperation mit dem Rowohlt Verlag, Berlin.

Eintritt: CHF 15.–
mit der Bider &Tanner Kundenkarte CHF 10.–
CHF 5.– können am Veranstaltungsabend an Einkäufe angerechnet werden.

Türöffnung: 19:15 Uhr. Veranstaltungsbeginn:  19:30 Uhr. Reservation empfohlen.

T 061 206 99 96 oder ticket@biderundtanner.ch

Uhrzeit19:30
VeranstaltungsortKulturhaus Bider & Tanner
VeranstalterKulturhaus Bider &Tanner in Kooperation mit dem Rowohlt Verlag, Berlin
Eintritt: CHF 15.-
mit der Bider &Tanner Kundenkarte CHF 10.-
CHF 5.- können am Veranstaltungsabend an Einkäufe angerechnet werden.
ThemenbereichBasler Denkanstösse: Buchpräsentation

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